Eine besondere Herausforderung für Kinder ... und Erwachsene
Ziegelsteine selbst
gemacht......
Neben anderen Aktivitäten
hat der Förderverein die Idee mit den Kinderziegeln umgesetzt.
Seit 2001 wird diese Idee als „Lehmklassenzimmer“ angeboten.
Der Begriff ist abgeleitet von der Einrichtung des Natur- und Erlebnisparks Bremervörde , „Das grüne Klassenzimmer“. Hier wird den Kindern im Bereich „Welt der
Sinne“ und „Haus des Waldes“ die Natur näher gebracht. Bei uns in Bevern stehen
die Elemente
– Feuer,
Wasser, Erde und Luft -
im Mittelpunkt.
Das „Lehmklassenzimmer“
wird von Erwachsenen und
Jugendlichen betreut. Das Angebot ist zunächst vorrangig an die Schulen –Grund-
und Hauptschulen sowie Kingergärten in
der Region gerichtet.
In Gruppen wird dann an
unterschiedlich hohen Tischen –je nach Alter und Größe- das Material Ton und
Lehm bearbeitet. Der Ton wird aus der nahegelegenen Tonkuhle geholt und
aufbereitet. In Kübeln wird der Ton mit Wasser geschmeidig gemacht, durch
Kneten mit der Hand. Alle Kinder erhalten provisorische Schutzkleidung, damit
Hose bzw. Rock und Pullover einigermaßen
sauber bleiben. Dann wird auf den Arbeitstisch Sand gestreut und ebenso Sand in den Ton vermengt.
Aus Ton und Sand wird Lehm. Denn Steine werden aus Lehm geformt und gebrannt.
Diese „Streichertische“ haben wir von
Vördewerken (Behinderten -Werkstatt in Bremervörde) herstellen lassen. Ebenso
die Formen für die Steine. Jetzt kann die eigentliche Arbeit losgehen.
Der geschmeidige Lehm wird
in die Form „gebatzt“. Mit einem „Streichbrett“ wird der kleine Ziegel
abgestrichen (deshalb früher der Name
„Handstrichziegel“). Heute ist diese Art der Produktion durch den
„Maschinenziegel“ abgelöst worden. Die Form ist genau den Abmessungen eines
Originalziegels entsprochen, nur alle Abmessungen im Maßstab 1:2. (statt 24 -
12 cm lang, statt 6,5 cm nur 3,5 cm und in der Breite statt 11,5 nur 5,5, cm.)
„Ein richtiger kleiner Ziegel“.
Das Kind kippt die Form auf
ein Brett –mit Sand bestreut- und fertig ist der Rohziegel. Jetzt muss der
Ziegel noch getrocknet wird. Da das Kind
in nassem Zustand noch seinen Namen eingeritzt hat ,
kann es sein Meisterwerk auch
wiedererkennen . Nach 3-4 Wochen – wie früher – ist der Stein durchgetrocknet
und wird dann gebrannt. In einer Ziegelei in der Region erfolgt der
Brennvorgang. Nach dem Brennen bei ca.
1000 Grad ist sein Stein fertig ---zum Mitnehmen.
Das Bearbeiten des Tones,
das Formen, Trocknen und Brennen erfolgt nach „altem Brauch“. Eine Freude für
die Kinder.............und die Erwachsenen.
Gutes Gelingen! Wir
freuen uns auf Ihren Besuch. Danke. Bevern, 2006