Förderverein    Ziegelei Pape Bevern e.V.“

  

Das „ Lehmklassenzimmer“.

Eine besondere  Herausforderung für Kinder  ... und Erwachsene

Ziegelsteine selbst gemacht......

 

Der Förderverein Ziegelei Pape Bevern hat sich zur Aufgabe gemacht, seit der Gründung 1997 dieses Industriedenkmal für Erwachsene und Kinder für Besichtigungen zu öffnen.  Die Ziegelei hat eine lange Tradition. Seit 1535 ! wurde bis 1974 auf dieser Ringofen-Ziegelei gearbeitet. Nach der Stilllegung ab 1997 Museum. 

Neben anderen Aktivitäten hat der Förderverein die Idee mit den Kinderziegeln umgesetzt.

Seit 2001 wird  diese Idee als „Lehmklassenzimmer“ angeboten. Der Begriff ist abgeleitet von der Einrichtung des Natur- und Erlebnisparks Bremervörde , „Das grüne Klassenzimmer“.  Hier wird den Kindern im Bereich „Welt der Sinne“ und „Haus des Waldes“ die Natur näher gebracht. Bei uns in Bevern stehen die Elemente

  Feuer, Wasser, Erde und Luft -

im Mittelpunkt.

Das „Lehmklassenzimmer“ wird von  Erwachsenen und Jugendlichen   betreut. Das Angebot  ist zunächst vorrangig an die Schulen –Grund- und Hauptschulen sowie Kingergärten  in der Region gerichtet.

In Gruppen wird dann an unterschiedlich hohen Tischen –je nach Alter und Größe- das Material Ton und Lehm bearbeitet. Der Ton wird aus der nahegelegenen Tonkuhle geholt und aufbereitet. In Kübeln wird der Ton mit Wasser geschmeidig gemacht, durch Kneten mit der Hand. Alle Kinder erhalten provisorische Schutzkleidung, damit Hose bzw. Rock  und Pullover einigermaßen sauber bleiben. Dann wird auf den Arbeitstisch Sand  gestreut und ebenso Sand in den Ton vermengt. Aus Ton und Sand wird Lehm. Denn Steine werden aus Lehm geformt und gebrannt. Diese „Streichertische“  haben wir von Vördewerken (Behinderten -Werkstatt in Bremervörde) herstellen lassen. Ebenso die Formen für die Steine. Jetzt kann die eigentliche Arbeit losgehen.

Der geschmeidige Lehm wird in die Form „gebatzt“. Mit einem „Streichbrett“ wird der kleine Ziegel abgestrichen (deshalb früher der Name  „Handstrichziegel“). Heute ist diese Art der Produktion durch den „Maschinenziegel“ abgelöst worden. Die Form ist genau den Abmessungen eines Originalziegels entsprochen, nur alle Abmessungen im Maßstab 1:2. (statt 24 - 12 cm lang, statt 6,5 cm nur 3,5 cm und in der Breite statt 11,5 nur 5,5, cm.)

„Ein richtiger kleiner Ziegel“.

Das Kind kippt die Form auf ein Brett –mit Sand bestreut- und fertig ist der Rohziegel. Jetzt muss der Ziegel noch getrocknet wird. Da das Kind  in nassem Zustand noch seinen Namen eingeritzt hat , kann es  sein Meisterwerk auch wiedererkennen . Nach 3-4 Wochen – wie früher – ist der Stein durchgetrocknet und wird dann gebrannt. In einer Ziegelei in der Region erfolgt der Brennvorgang.  Nach dem Brennen bei ca. 1000 Grad ist sein Stein fertig ---zum Mitnehmen.

Das Bearbeiten des Tones, das Formen, Trocknen und Brennen erfolgt nach „altem Brauch“. Eine Freude für die Kinder.............und die Erwachsenen.

 

Gutes Gelingen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.   Danke.         Bevern, 2006